Hermann Soltau

Hermann Soltau

* 11.04.1932
† 02.10.2007
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Angelegt am 02.10.2007
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Von Trauer.de Redaktion, München

25.03.2009 um 11:09 Uhr von VRS Media
Das Ehrenmitglied Claus Soltau des Vareler Heimatvereins verstarb nach längerer Krankheit am Montag im Alter von 84 Jahren in seinem Haus in der Elisabethstraße. Soltau hinterlässt seine Ehefrau Maria sowie Sohn und Tochter. "Das ist ein ganz herber Verlust", sagte Heimatvereinsvorsitzender Hans-Georg Buchtmann, der Soltau als eine der profiliertesten Persönlichkeiten der Heimatforschung bezeichnete. In der Tat kann man Claus Soltau als "das Gedächtnis Varels" bezeichnen. Es gibt wohl niemanden, der sich in der Vareler Geschichte so gut auskannte. Unermüdlich trug der Bau-Ingenieur Dokumente zur Geschichte Varels zusammen, die er akribisch archivierte. An zahlreichen Publikationen über Varel wirkte er mit, oft als Co-Autor des Bauhistorikers Prof. Dr. Wilhelm Janßen. Zuletzt wirkte Soltau an einem Buch über die Geschichte der Christiansburg im Vareler Hafen mit. Es war ihm nicht mehr vergönnt, die Drucklegung zu erleben. Es wird in Kürze erscheinen. Für seine Verdienste um die Regionalforschung ist Soltau mit der Ehrennadel der Oldenburgischen Landschaft ausgezeichnet worden. Ohne Claus Soltau hätte das Heimatarchiv in seiner bekannten Qualität nicht gegeben. Soltau hatte mit dem verstorbenen Ehrenbürger Hans Schütte in den 50er Jahren die Grundlage für das Archiv gelegt. Er dokumentierte Exponate und archivierte Dokumente. Selbst Sammler von historischen Karten vertraute Soltau dem Heimatarchiv einen Zinnlöffel aus der Dänen-Zeit an, den er auf dem Areal der Christiansburg gefunden hatte. Die wertvollen Stücke, die Soltau zusammengetragen hatte, sind zum Teil im Heimatmuseum "Schienfatt" ausgestellt. Soltau wurde 1924 in Varel geboren. Nach der Schulzeit in Varel und Berlin wurde er als Soldat eingezogen. 1945 geriet er in britische Gefangenschaft. Nach seiner Entlassung absolvierte er eine Maurerlehre, studierte an der Staatsbauschule in Oldenburg und arbeitete dann als Bau-Ingenieur. 13 Jahre lang gehörte er für die FDP dem Rat an, er war auch Schöffe am Landgericht.

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