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Trauerkarte als Zeichen Ihrer Anteilnahme

Wenn Sie vom Tod eines bekannten Menschen erfahren, möchten Sie als Freund oder Bekannter Ihre Anteilnahme zeigen. Wie bekundet man sein Beileid gegenüber den Angehörigen, ohne sie in Ihrer Trauer zu stören? Ein Telefonat oder ein persönlicher Besuch könnten als aufdringlich oder unpassend empfunden werden. Eine E-Mail hingegen gilt als eher kühl und unpersönlich. Wie können Sie den Hinterbliebenen auf rücksichtsvolle Weise vermitteln, dass sie in dieser schweren Stunde des Verlusts nicht allein sind? Eine Trauerkarte oder ein Trauerbrief gelten als taktvolle Gesten der Unterstützung. Während ein Brief länger und etwas persönlicher ist und von engeren Verwandten geschickt wird, ist die Trauerkarte für Freunde oder entferntere Angehörige ein passender Weg, um Worte des Trosts zu spenden.

Design und Inhalt der Trauerkarte

Es gibt verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten für Trauerkarten. Sie können im Handel oder auch im Internet stöbern, um die passende Karte zu finden. Auf der Vorderseite einer Trauerkarte finden Sie häufig:

  • Abbildungen von Blumen, Kerzen oder betenden Händen
  • Religiöse Symbole wie Kreuze oder Engel
  • Meditative Fotomotive, die Hoffnung und Trost spenden sollen
  • Kurze Trauersprüche

Es ist natürlich auch möglich, eine Trauerkarte mit persönlichen Fotos oder individuellen Trauersprüchen selbst zu gestalten. Ein Portrait des Verstorbenen oder ein selbst verfasstes Gedicht, das an diesen geliebten Menschen erinnert, verleihen der Trauerkarte eine besonders persönliche Note.
Der Inhalt sollte einfühlsam und individuell formuliert sein. Versuchen Sie, Ihr Beileid und Mitgefühl in persönlichen Worten ausdrücken. Natürlich können Sie auch Ihre Unterstützung und Hilfe anbieten, ohne zu aufdringlich zu wirken. Als Inspiration für diesen Text können Trauersprüche, Zitate, Liedertexte oder Gedichte dienen. Auf diese Weise spenden Sie den Hinterbliebenen Trost und vermitteln, dass Sie in dieser schweren Zeit an sie denken.
 

 

Wie Sie eine passende Trauerrede formulieren

In der Traueransprache soll noch einmal an die verstorbene Person erinnert werden. Die Rede bildet den offiziellen Rahmen, in dem die Trauergäste von dem Verstorbenen Abschied nehmen. Doch die eigene Betroffenheit über den Todesfall macht es dem Verfasser oft nicht leicht, die richtigen Worte für seine Rede zu finden. Wie sollten Sie die Rede beginnen? Worüber sollten Sie sprechen? Was sollten Sie sonst noch beachten? Folgende formale und inhaltliche Hinweise helfen Ihnen dabei, eine Traueransprache zu verfassen.

Aufbau der Trauerrede

Um eine würdevolle Trauerrede zu halten, können Sie sich an dieser Gliederung orientieren:
• Einleitung: Begrüßung der engsten Angehörigen und der übrigen Versammelten
• Besondere Eigenschaften und Charaktermerkmale des Verstorbenen
• Erinnerungen: Konkrete Erlebnisse aus dem Alltag
• Spuren: Wen und was hinterlässt der Verstorbene?
• Abschlusswort
• Zitat/Gedicht/Trauerspruch

Inhalt und Formulierung der Trauerrede

Es ist wichtig, dass Sie die Trauerrede relativ schlicht, dabei aber zugleich einfühlsam halten. Eine "Wir"- Anrede schließt die übrigen Versammelten in die Rede mit ein. Zu Beginn sollten die engsten Angehörigen des Toten und die Anwesenden begrüßt werden. Manche Trauergemeinschaften möchten auch direkt ein paar Worte an den Toten richten. Informieren Sie sich am besten vorab bei Ihren engsten Verwandten oder Freunden, ob sie sich diese Form der Rede wünschen. Möchten Sie den Verstorbenen im weiteren Verlauf ihrer Ansprache persönlich ansprechen, dann können Sie dies bereits einleitend tun - es erleichtert den Übergang. Im Hauptteil der Trauerrede bietet es sich an, auf Charaktermerkmale des Verstorbenen einzugehen. Warum war dieser Mensch einzigartig für Sie? Daran anknüpfend können Sie anschließend auf besondere Erlebnisse zurückgreifen, die Ihnen persönlich in Erinnerung geblieben sind. Natürlich sollten generell nur positive Eigenschaften und Ereignisse im Leben des Verstorbenen herausgestellt werden. Schweifen Sie dabei nicht ab, sondern beschränken Sie sich auf einige wesentliche Punkte. Gehen Sie zum Ende der Trauerrede auch auf die Spuren ein, die der Verstorbene hinterlässt. Bleibt der Partner zurück oder gibt es Kinder, die um einen Elternteil trauern? Was hat die verstorbene Person beruflich und persönlich erreicht? Die Abschlussworte sollten sich tröstend an die Hinterbliebenen wenden und eine Verabschiedung des Toten beinhalten. Wenn Sie dies wünschen, können Sie die Trauerrede mit einem Zitat, einem Trauerspruch oder einem Gedicht abschließen.
 

Trauerbewältigung: Ein schwieriger, aber notwendiger Prozess

Für Kinder ist es wichtig, dass sie bei ihrer ersten Begegnung mit den Themen Tod und Sterben nicht alleine sind. Helfen Sie ihnen, mit dem Verlust einer geliebten Person umzugehen. Wenn Sie Ihrem Kind bei der Trauerbewältigung helfen möchten, sollten Sie seine Gefühle ernst nehmen und mit ihm darüber sprechen. Auch junge Kinder sind bereits in der Lage, zu begreifen, dass der Tod etwas Unumgängliches und Endgültiges ist, das zum Lauf des Lebens dazugehört. Daher sollten Sie aufrichtig über das Geschehene reden.

Jeder Mensch, auch jedes Kind hat seine eigene Methode der Trauerbewältigung. Lassen Sie Ihrem Kind daher Zeit und zeigen Sie ihm, dass Sie immer an seiner Seite sind.

Befassen Sie sich mit dem Gefühl der Trauer

Es ist wichtig, dass auch Sie selbst Ihre Trauer nicht unterdrücken oder versuchen, sie zu verbergen, da Kinder häufig das Verhalten der Eltern kopieren. Gestatten Sie Ihrem Kind und sich selbst also, zu trauern. Oft bringt gemeinsame Trauerbewältigung eine Familie näher zusammen.

Sprechen Sie offen über Ihre Gefühle und finden Sie etwas, das Ihnen und Ihrem Kind bei der Trauerbewältigung hilft und Ihnen Halt gibt. So kann es einigen Kindern helfen, sich mit den neuen Gefühlen durch kreative Beschäftigung auseinanderzusetzen, indem sie beispielsweise malen oder Tagebuch schreiben.

Auch die eigene Religion kann eine Hilfe bei der Trauerbewältigung sein. Der Glaube daran, dass nur die äußere Hülle gestorben ist und die Seele, das Innere eines Menschen, weiterlebt, ist vielen Kindern ein Trost.

Haben Sie Geduld mit Ihren Gefühlen

Die Trauerbewältigung ist ein Vorgang, der Zeit braucht und nicht selten viel Kraft kostet. Wenn Sie jedoch das Gefühl haben, dass bei Ihrem Kind oder Ihnen auch nach längerer Zeit keine Veränderung der Gefühle eintritt, sollten Sie sich professionelle Hilfe suchen. Es gibt beispielsweise Psychotherapeuten, die auf Trauerbewältigung, auch bei Kindern, spezialisiert sind.

Auch wenn der Schmerz anfänglich unerträglich scheint, sollten Sie sich und Ihrem Kind bewusst machen, dass dieser mit der Zeit verblassen wird - während die Erinnerung an den Verstorbenen bleibt.

Trauerphasen - das natürliche Durchleben der Trauer

Nach dem Tod eines geliebten Menschen werden Sie mit schmerzhaften und oft unerträglichen Emotionen konfrontiert. Diese sind natürliche Zeichen für Ihre aufrichtigen Gefühle dem Verstorbenen gegenüber. Es ist wichtig zu wissen, dass es ganz normal ist, von seiner Trauer überwältigt zu werden. Sie durchlaufen Phasen von Schock, Schmerz und Heilung, sogenannte Trauerphasen. Nehmen Sie sich so viel Zeit wie Sie brauchen, um Ihren Verlust zu verarbeiten.

Die Trauerphasen nach der Sterbeforscherin Kübler-Ross

In der Trauer unterscheidet man generell vier verschiedene Phasen, die ineinander übergehen. Intensität und Dauer sind sehr individuell und hängen auch von der Beziehung ab, die Sie zum Verstorbenen hatten. Sollten Sie das Gefühl haben, dass Sie in einer Trauerphase feststecken, kann Ihnen ein Trauerbegleiter oder Psychologe professionelle Unterstützung bieten.

 

1. Die Schockphase

Ein emotionaler Schockzustand ist oft die erste Reaktion auf den Tod eines geliebten Menschen. In dieser Trauerphase sind wir empfindungslos und wollen den Tod des Verstorbenen nicht wahrhaben. Nehmen Sie ruhig die Hilfe von Freunden und Familie an, die Ihnen ein Gefühl von Nähe geben können.

2. Das Gefühlschaos

In dieser Phase brechen nach dem Schockzustand alle Gefühle durch. Sie werden von verschiedensten Emotionen überflutet wie Wut, Angst, Hass, Verzweiflung und Sehnsucht. Oft fühlen Sie sich schuldig oder suchen einen Schuldigen für den Verlust des geliebten Menschen. Unterdrücken Sie diese Gefühle nicht, sondern lassen Sie diesen freien Lauf.

3. Suchen und Sich-trennen

In dieser Trauerphase durchleben Sie noch einmal vertraute Situationen und gemeinsame Lebensabschnitte. Vielleicht führen Sie auch Zwiegespräche mit dem Verstorbenen, was Ihre Umwelt oft nicht nachvollziehen kann. Wenn Sie sich zurückziehen wollen, um in Ruhe Abschied zu nehmen, dann nehmen Sie sich diese Freiheit.

4. Neuorientierung

Die letzte Trauerphase ist der Schritt des Loslösens. Wenn Sie das Gefühl haben, innerlich von Ihrem geliebten Menschen Abschied genommen zu haben, werden Sie merken, dass Sie mit dem Verlust besser umgehen können. Dieser Neuanfang bedeutet nicht, dass Sie den Verstorbenen vergessen haben, sondern dass Sie Ihren Trauerprozess in Frieden abgeschlossen haben.

 

Das Trauerzentrum – Im Todesfall für Sie da

Einen geliebten Menschen zu verlieren, bedeutet, mit großem Schmerz konfrontiert zu werden. Viele Menschen wissen nicht, wie sie mit ihrer Trauer umgehen sollen. Oft können Freunde, Familienmitglieder und Bekannte nicht das Verständnis und die Unterstützung aufbringen, die Sie in dieser Situation benötigen. Um diesen schweren Weg nicht alleine gehen zu müssen, finden Sie die nötige Hilfe in einem Trauerzentrum. Nehmen Sie sich die Zeit, die Sie brauchen, um Ihre Trauer zu verarbeiten.

Ein Trauerzentrum in Ihrer Nähe?

Ein Trauerzentrum bietet Raum für Ihre Trauer. Es schafft Freiräume für Ihre Trauerarbeit. Ob als kirchliche Einrichtung oder Teil eines Bestattungsunternehmens, hier finden Sie Menschen, die Sie in dieser schweren Zeit unterstützen und Ihnen zuhören. Wenden Sie sich ruhig an Ihren örtlichen Pfarrer oder an Ihr Bestattungsinstitut, wenn Sie nicht genau wissen, wo sich das nächste Trauerzentrum in Ihrer Nähe befindet.
Oft werden innerhalb des Trauerzentrums auch Trauergruppen organisiert, um sich im Gespräch mit anderen Hinterbliebenen austauschen zu können. Jeder Mensch geht mit dem Verlust eines geliebten Menschen anders um. Für viele ist es jedoch wichtig zu spüren, dass sie mit dieser schmerzhaften Erfahrung nicht alleine sind. Vielleicht hilft es Ihnen auch persönlich, anderen in dieser Situation Trost zu spenden, um selbst wieder neue Lebenskraft zu schöpfen und vielleicht sogar neue Kontakte zu knüpfen.
Ob in der Gruppe oder im Einzelgespräch - im Trauerzentrum dürfen Sie trauern und es gibt immer jemanden, der Ihnen zuhört. Neben einem Gesprächskreis gibt es oft auch das Angebot eines Trauercafés, wo Sie in entspannter Atmosphäre Menschen treffen können, die ebenfalls einen Verlust erlitten haben. Hier erleben Sie Gemeinschaft und Verständnis und können bei Kaffee und Kuchen Gespräche mit Gleichgesinnten führen, um Ihre Trauer nach und nach zu verarbeiten.
 

Wissenswertes über Todesanzeigen

Sie haben keine Verpflichtung, bei einem Todesfall eine Trauer- oder
Todesanzeige zu schalten. Es kann Ihnen jedoch bei der Trauerarbeit helfen und Sie ersparen Sich die Mühe, jeden Bekannten des Verstorbenen vom Todesfall in Kenntnis zu setzen, was zu zusätzlicher emotionaler Belastung führen kann.
Haben Sie sich für eine Todesanzeige entschieden, so wählen Sie ein Erscheinungsdatum kurz nach dem Todesfall. Sie entscheiden, ob Sie dem Bestattungsinstitut die Gestaltung und Schaltung der Anzeige überlassen oder ob Sie das selbst übernehmen möchten. Sie entscheiden über Aussehen und Größe der Anzeige, sowie über das Medium, in dem die Veröffentlichung erfolgen soll (regional oder überregional). Die Anzeige kann ein Lebensmotto des Verstorbenen, religiöse Worte, (selbst verfasste) Gedichte, Psalmen, Fotos, oder Motive wie Blumen oder Kreuze enthalten.
Nicht unüblich ist auch das Schalten von Anzeigen zu Jahrestagen.

Die Todesanzeige

Eine Todesanzeige veröffentlichen Sie in Zeitungen, kurz nachdem der Todesfall eingetreten ist. Sie geben Datum und Ort der Geburt und des Todes, den Namen des Verstorbenen und der Angehörigen, eventuell auch der Freunde und Kollegen an. Diese können auch gesonderte Todes- oder Traueranzeigen schalten. Wenn Sie wünschen, finden Tag und der Ort der Beerdigung Erwähnung. Sind Ort und Zeit der Beerdigung in der Todesanzeige enthalten, so können Sie darauf hinweisen, ob Kränze und Blumenschmuck bei der Trauerfeier oder Spenden für eine Organisation gewünscht werden.

So unterscheiden sich Trauer- und Todesanzeigen

Todes- und Traueranzeige haben unterschiedliche Bedeutungen. Die Traueranzeige schalten Sie erst nach der Beerdigung. Sie enthält ebenfalls die persönlichen Daten des Verstorbenen und die Namen der Hinterbliebenen. Des Weiteren können Sie angeben, wann, wie und wo die Beerdigung stattgefunden hat. Hinweise auf die Art und den Ort der Bestattung (beispielsweise bei Urnen-, See- oder Baumbestattung) hilft denen, die dem Toten nach der Beerdigung die letzte Ehre erweisen wollen.